22.09.2009

G20 und der Kuchen



Diese Woche ist es soweit. In Pittsburgh treffen sich die grössten 20 Wirtschaftsnationen der Welt und beraten wie sie die Finanzkrise nachhaltig loswerden und eine neue verhindern können. Was auf der Agenda steht ist, ob sich die Welt, und uns interessiert da in erster Linie einmal Europa, für „Wachstum“ oder „Schulden“ entscheidet. Die Schulden der Staaten wachsen rapide, und dies aus zwei Gründen: 1. direkte Schuldenaufnahme und 2. höhere Zinsen als Wachstum. Und zur Lösung dieses Teufelskreises sind die Banken der Schlüssel weil (die derzeit) sinkende Kreditvergabe das Wachstum noch weiter reduziert. Man hat höhere Sicherheitspuffer den Banken bereits vorgeschrieben und wird diese in Pittsburgh quasi absegnen.

„Man kann den Kuchen nicht essen und ihn gleichzeitig behalten“ sagte ein mir wenig sympathischer Finanzminister in diesem Zusammenhang (aber da hat er einmal recht). Also Sicherheit oder Wachstum. Mehr Regulation oder Turbo(TDI)-Kapitalismus. Aber, und da erlaube ich mir, Herrn Steinbrück (der ist es nämlich) ein wenig zu „modifizieren“, es geht darum WIE man den Kuchen isst und WER ihn isst. Also, ob man den Banken höhere Eigenkapitalquoten vorschreibt UND die Notenbankgelder belässt, oder OHNE die Notenbankgelder.

Wenn die Notenbanken ihr Geld im Spiel lassen, werden die Banken ihr Risiko begrenzen und wohl noch länger dieses billige Geld aufnehmen, statt mehr Kredite zu vergeben, einfach am anderen Ende wieder anlegen und von der Spanne satt leben (ein stiller Dank an uns Steuerzahler!). Und wenn die Notenbanken dies nicht tun, dann werden die Banken, sofern sie an einem Weiterbestehen interessiert sind, ihr Eigenkapital im Einklang mit der Kreditvergabe erhöhen müssen mit allen damit verbundenen wirtschaftlichen Risiken, Stichwort aktuelle Rezession, und auch eine Reduktion ihrer eigenen Marge zu akzeptieren haben. Klar, weil wer kann sich Mitten in der Rezession horrende Zinsen leisten.

Also, wenn der Kuchen dann angeschnitten wird, einfach aufpassen, wer das grösste Stück auf seinem Teller liegen hat …



22.09.2009

G20 und der Kuchen



Diese Woche ist es soweit. In Pittsburgh treffen sich die grössten 20 Wirtschaftsnationen der Welt und beraten wie sie die Finanzkrise nachhaltig loswerden und eine neue verhindern können. Was auf der Agenda steht ist, ob sich die Welt, und uns interessiert da in erster Linie einmal Europa, für „Wachstum“ oder „Schulden“ entscheidet. Die Schulden der Staaten wachsen rapide, und dies aus zwei Gründen: 1. direkte Schuldenaufnahme und 2. höhere Zinsen als Wachstum. Und zur Lösung dieses Teufelskreises sind die Banken der Schlüssel weil (die derzeit) sinkende Kreditvergabe das Wachstum noch weiter reduziert. Man hat höhere Sicherheitspuffer den Banken bereits vorgeschrieben und wird diese in Pittsburgh quasi absegnen.

„Man kann den Kuchen nicht essen und ihn gleichzeitig behalten“ sagte ein mir wenig sympathischer Finanzminister in diesem Zusammenhang (aber da hat er einmal recht). Also Sicherheit oder Wachstum. Mehr Regulation oder Turbo(TDI)-Kapitalismus. Aber, und da erlaube ich mir, Herrn Steinbrück (der ist es nämlich) ein wenig zu „modifizieren“, es geht darum WIE man den Kuchen isst und WER ihn isst. Also, ob man den Banken höhere Eigenkapitalquoten vorschreibt UND die Notenbankgelder belässt, oder OHNE die Notenbankgelder.

Wenn die Notenbanken ihr Geld im Spiel lassen, werden die Banken ihr Risiko begrenzen und wohl noch länger dieses billige Geld aufnehmen, statt mehr Kredite zu vergeben, einfach am anderen Ende wieder anlegen und von der Spanne satt leben (ein stiller Dank an uns Steuerzahler!). Und wenn die Notenbanken dies nicht tun, dann werden die Banken, sofern sie an einem Weiterbestehen interessiert sind, ihr Eigenkapital im Einklang mit der Kreditvergabe erhöhen müssen mit allen damit verbundenen wirtschaftlichen Risiken, Stichwort aktuelle Rezession, und auch eine Reduktion ihrer eigenen Marge zu akzeptieren haben. Klar, weil wer kann sich Mitten in der Rezession horrende Zinsen leisten.

Also, wenn der Kuchen dann angeschnitten wird, einfach aufpassen, wer das grösste Stück auf seinem Teller liegen hat …